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Wie werden sich Hertha BSC und Eintracht Braunschweig in der Bundesliga schlagen?

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Hertha BSC

Nach den Abstiegen 2010 und 2012 sowie den direkten Wiederaufstiegen 2011 und 2013 kann das Ziel der Berliner nur lauten, einen erneuten Ligenwechsel zu verhindern. Das nötige Rüstzeug für den Klassenerhalt bringt das Team von Trainer Jos Luhukay mit.

Der Zweitligameister ist eingespielt, hat keinen Leistungsträger verloren und die Mannschaft auf vier Positionen punktuell verstärkt. Sämtliche Neu-Herthaner haben bereits unter Luhukay gearbeitet: Mittelfeldspieler Hajime Hosogai und Innenverteidiger Sebastian Langkamp beim FC Augsburg, Linksverteidiger Johannes van den Bergh und Spielmacher Alexander Baumjohann bei Borussia Mönchengladbach.

Alle Positionen sind doppelt besetzt. Im Angriff tobt der härteste Konkurrenzkampf um den einzigen Platz im 4-2-3-1-System zwischen Adrian Ramos, Pierre-Michel Lasogga, Sami Allagui und Sandro Wagner. Überdurchschnittlich gut besetzt ist das zentrale Mittelfeld mit Hosogaj, Peer Kluge, Peter Niemeyer und Fabian Lustenberger. In der Kreativzentrale wird viel von der Form von Ronny abhängen. Der Brasilianer war in der abgelaufenen Zweitligasaison mit 18 Toren und 14 Vorlagen der Star des Teams. Seine Erstligatauglichkeit muss der Linksfuß aber noch nachweisen.

Prognose: Auch wenn die Stimmung in Berlin besonders in der Krise schnell extreme Züge annimmt, sollte die Mannschaft um ihren besonnenen Trainer Luhukay die nötige Qualität und Ruhe mitbringen, um mindestens drei Mannschaften hinter sich zu lassen. Realistisch ist eine Platzierung zwischen elf und 15.

Eintracht Braunschweig

2009 entging Eintracht Braunschweig nur knapp dem Abstieg in die Regionalliga. Vier Jahre später sind die “Löwen” nach 28 Jahren Bundesligaabstinenz völlig unerwartet wieder ins Oberhaus zurückgekehrt. Angesichts dieser Vorgeschichte ist klar, dass die Eintracht als großer Underdog in die Saison 2013/14 gehen wird.

Das Erfolgsgeheimnis der Braunschweiger liegt in der Kontinuität. Trainer Torsten Lieberknecht ist es in den vergangenen fünf Jahren gelungen, aus Talenten auf der einen Seite und im Profifußball Gescheiterten auf der anderen Seite eine funktionierende Mannschaft aufzubauen.

Zu letzterem Typus gehören die beiden Kapitäne Dennis Kruppke und Domi Kumbela, die einst in Freiburg bzw. Kaiserslautern nicht über die Reservistenrolle hinauskamen, in Braunschweig aber von der 3. bis in die 1. Liga leistungsmäßig mitwuchsen.

Das Team behält auch im Oberhaus sein Gesicht, der Kader wurde nur punktuell verstärkt. Prominenteste Neuzugänge: der Ex-Mainzer Marco Caligiuri und der Ex-Augsburger Torsten Oehrl.

Prognose: Nicht wenige sehen in der Eintracht schon jetzt den logischen Nachfolger von Greuther Fürth und damit den ersten sicheren Absteiger. Mit dieser Rolle wird man in Braunschweig gut leben können. Dennoch bedarf es wohl schon eines kleinen Fußballwunders, damit die Eintracht die Klasse hält.

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