elfmeter.de

WM-Vorhersage: Gruppe A

5. Juni 2006 | 2 Kommentare

Die Gruppe A ist für Deutschland, wie allgemein behauptet wird, eine lösbare Aufgabe. Wie klar wird sich die deutsche Mannschaft jedoch durchsetzen, wer begleitet Deutschland ins Achtelfinale?

Nach dem ich wiederholt mit meinen Tipps bei Großveranstaltungen falsch lag, versuche ich es erneut. Diesmal dokumentiere ich meine Unkenntnis aber hier und setze mich dem Spott gnadenlos aus :)

Meine Tipps für die Gruppe A:

09.06.2006 18:00 Deutschland – Costa Rica 5:0
09.06.2006 21:00 Polen – Ecuador 1:2
14.06.2006 21:00 Deutschland – Polen 2:1
15.06.2006 15:00 Ecuador – Costa Rica 2:0
20.06.2006 16:00 Ecuador – Deutschland 1:3
20.06.2006 16:00 Costa Rica – Polen 0:4

Die daraus resultierende Tabelle:

1. Deutschland 9 +8 10:2
2. Ecuador 6 +1 5:4
3. Polen 3 +2 6:4
4. Costa Rica 0 -11 0:11

Damit wären Deutschland und Ecuador im Achtelfinale, die Punktverteilung 9, 6, 3 und 0 spricht eine deutliche Sprache. Polen und Ecuador sind meiner Meinung nach in etwa gleich stark, Costa Rica könnte natürlich auch ein oder zwei Törchen schiessen.

Für das getippte 5:0 im Auftaktspiel musste ich mich bereits im Vorfeld aulachen lassen, ich erwarte jedoch ein klares Zeichen im ersten Spiel (vergleichbar mit dem 8:0 gegen Saudi-Arabien bei der WM 2002). Wenn es nichts wird, bin ich auf die hämischen Kommentare vorbereitet ;)

Bundesliga: Vorschau 24. Spieltag

3. März 2006 | Keine Kommentare

Nach der desolaten Leistung der Nationalmannschaft am vergangenen Mittwoch, ist die Vorfreude auf die Bundesliga um so größer.

Nicht gespielt wird in Kaiserslautern, die Partie gegen den VfB Stuttgart wurde wegen einer 20 cm hohen Schneedecke abgesagt. Die Begegnung soll bereits am Dienstag nachgeholt werden.
Der Höhepunkt des Spieltags ist ohne Zweifel das Aufeinandertreffen von Bayern München und dem Hamburger SV. In der Allianz-Arena fällt vielleicht schon eine Vorentscheidung über die deutsche Meisterschaft. Auf jeden Fall wissen wir nach dem Spiel, was vom, in der Miniatur-Krise steckenden, HSV noch zu erwarten ist.

Ein Gipfel der anderen Art findet im Berliner Olympiastadion statt. Die beharrlich sieglosen Mannen vonHertha BSC Berlin treffen auf den Tabellenletzten 1. FC Köln. Die Hertha verspricht den Fans: “Wir geben alles für euch.”
Ohne Sieg könnte es das letzte Spiel für Trainer Falko Götz werden.

Abstiegskampf pur in Nürnberg, der 15. gegen den 17.
Sowohl die Franken als auch die Gäste aus Duisburg müssen um jeden Punkt kämpfen.

Nach der Niederlage gegen Wolfsburg wollen Neururers Hannoveraner wieder Kurs auf die internationalen Plätze aufnehmen. Die zuletzt erfolgreichen Schalker werden es ihnen jedoch nicht zu einfach machen.

Borussia Dortmund empfängt den Vorletzten aus Mainz. Beide Teams haben Verletzungssorgen und müssen ohne ihre Stammtorhüter auskommen.

Bayer Leverkusen empfängt den momentanen Bayernjäger Nr. 1 Werder Bremen. Leverkusen will in den UEFA-Cup, Bremen muss siegen um in Sichtweite der Bayern zu bleiben.

Am Freitag erwartet Eintracht Frankfurt den punktgleichen VfL Wolfsburg. Der Verlierer wird sich nach unten orientieren dürfen.

Ein ähnliches Orientierungsspiel ist die Partie zwischen Borussia Mönchengladbach und Arminia Bielefeld. Beide wollen ihre relativ ungefährdete Position sichern.

Hoffen wir trotz der weiterhin winterlichen Witterung auf volle Stadien, gute Stimmung und spannende Spiele.

Italien führt deutsche Nationalelf vor

1. März 2006 | Keine Kommentare

Jürgen Klinsmanns Truppe gab 100 Tage vor dem Start der Weltmeisterschaft eine schwache Vorstellung. In den ersten Minuten wurde die Leistung der deutschen Mannschaft nur noch von Reinhold Beckmann unterboten.

Dieser verglich den deutschen Fanblock mit dem Kriegsgefangenenlager Guantanamo.
Zurück zum Spiel:
Italien konnte bereits in der vierten Minute in Führung gehen. Nach einem Freistoß von del Piero kam Cannavaro zu einem Kopfball, den Lehmann noch abwehren konnte. Dem Nachschuss von Gilardino konnte er allerdings nichts mehr entgegensetzen.
In der siebten Minute führte ein Fehlpass von Sebastian Deisler zum schnellen Konter über Gilardino und Toni, der den Ball ins Tor stolperte.
Danach stabilisierten sich sowohl die Mannschaft, als auch der Kommentator, jedoch behielten die Italiener in der gesamten ersten Hälfte das Übergewicht.
In der 39. Minute krönte de Rossi die erste Halbzeit fürs italienische Team mit dem 3:0.
In die zweite Halbzeit startete das deutsche Team mit mehr Elan, aber weiter ohne zwingende Torchancen. Der Aufwärtstrend wurde allerdings schnell wieder unterbrochen.
57. Minute: Del Piero machte mit einem ansehnlichen Kopfball den vierten Treffer der Partie.
Danach machten die Italiener nicht mehr als nötig und so kam Huth nach einer Ecke in der 82. Minute zum Ehrentreffer. Der Partie lässt sich trotzdem nichts positives abgewinnen. Auch wenn die WM im eigenen Land, mit den eigenen Fans und einer anderen Motivation stattfindet: Mit dieser Startelf werden wir nicht weit kommen.

Apropos Startelf:
Lehmann – Friedrich, Mertesacker, Huth, Lahm
Deisler, Frings, Ballack, Schneider
Podolski, Klose

zur Halbzeit:
Metzelder für Mertesacker
Asamoah für Podolski

68. Minute:
Schweinsteiger für Schneider
Borowski für Frings

Italien – Deutschland 4:0 (3:0)
Tore:
1:0 Gilardino (4.)
2:0 Toni (7.)
3:0 de Rossi (39.)
4:0 del Piero (57.)

Bundesligarechte: Schock für Premiere

21. Dezember 2005 | Keine Kommentare

Die DFL hat die Bundesligarechte für die kommenden drei Jahre vergeben.

Die Free-TV-Rechte bleiben bei der ARD. Die Pay-TV-Rechte gehen an Kabel Deutschland und Unity Media.

Für Premiere wird ein Abonnementrückgang von bis zu 33% erwartet, die Premiere-Aktie ist aktuell um über 45% im Wert gesunken.

Wieder eingeführt wird der Freitag als Spieltag.

Social-Gaming – Jeder ein Fußballgott

1. Juli 2003 | Keine Kommentare

von: gregg

Stell Dir vor es sind Fußballweltmeisterschaften. Deutschland hat soeben sein Auftaktspiel gegen den amtierenden, dreifachen Weltmeister „Schweden“ mit 0:2 verloren. „Rudis Jungs“ haben sich scheinbar mal wieder bis auf alle Knochen blamiert. Aber denkst, von allen Seiten wird die Leistung der Deutschen in höchsten Tönen gelobt So was Gibt’s doch nicht? Gibt’s doch!

Was wie ein schlechter Scherz klingt, kann in der Welt von „Hattrick“ Realität werden!
Hier bist du der Manager deines eigenen Fußballclubs. Es gilt mit einem anfänglich zugeteilten Kader und 300 000 € Startkapital ein Team aus dem Boden zu stampfen, es zu managen und zu lukrativen Siegen und Ruhm zu führen.

Einfach unter hattrick.org registrieren, User- und Teamname wählen und schon wenig später erhält man ein zufällig ausgelostes Team mit 18 Spielern (deren Fähigkeiten freilich bei erbärmlich, armselig oder schwach liegen sollten). Nun gilt es eine möglichst schlagkräftige Truppe zusammenzustellen, Transfers zu tätigen, Spezialisten anzustellen, in die Jugend zu investieren, das Stadion auszubauen und so weiter. Höhepunkt sind die allwöchentlich stattfindenden Ligaspiele (in Deutschland am Samstagabend), in denen du gegen deinen (7) Konkurrenten bestehen musst. Die Spiele werden in Echtzeit ausgetragen und können von dir live mitverfolgt werden (in Spielberichtsbögen nachlesbar). Eine Liga-Saison dauert jeweils 16 Wochen, wobei du neben den Ligaspielen im Pokalwettbewerb (im k.o. Modus) antrittst.

Kurzum: Zu Beginn wartet reichlich Arbeit auf dich und es dauert eine Weile, bis man sich mit den Eigenheiten vertraut gemacht hat. Allerdings helfen eine große Community, diverse Helf-Seiten, sowie kleine Tools und Programme, sodass auch Newbies schnell den Einstieg finden!

„Hattrick“ wurde bereits 1997 vom Schweden Björn Holmér ins Leben gerufen und stieß alsbald auf reges Interesse. Schnell erfreute das Spiel auch Fußballfans anderer Ländern, sodass heute über 136 000 Managern (in 56 versch. Ländern) zur Hattrick-Familie zählen. Mittlerweile stehen gleich eine ganze Firma („Extralives“) und Hunderte Ehrenamtliche hinter dem Online-Portal – sympathischerweise nach wie vor mit einer Nonprofit-Mentalität.

Auch in Deutschland sind mehr als 7000 Managern der Sucht erlegen. Eine beachtliche Zahl, berücksichtigt man, dass es vor zwei Jahren hier nicht mal eine handvoll Manager gab und das Spiel praktisch nur durch Mund-zu-Mund Propaganda „weitergegeben“ wurde.

Und? Bist Du bereit beim Streben nach Ruhm und Titeln mitzumachen?

Ein Kick für Hinz & Kunzt

21. August 2001 | Keine Kommentare

von: sven_klein

Der FC St.Pauli kickt nun in der 1.Bundesliga, und zum Saisoneröffnungsspiel empfingen die Kiezkicker mit dem AEK Athen eine Mannschaft, die der europäischen Mittelklasse zuzuordnen ist. Doch nicht die Griechen und auch nicht die Kicker vom Millerntor sollten im Mittelpunkt dieser Partie stehen, sondern die Menschen von der Straße und das Straßenmagazin “Hinz & Kunzt”.

Als die Begegnung an diesem lauen Freitagabend endlich angepfiffen wurde, gab es auch schon die erste Unterbrechung: Mit einer Schweigeminute wurde dem kürzlich verunglückten FC-Fan und Mitarbeiter Nils Müller gedacht. Dann konnte es losgehen. FC-Coach Didi Demuth testete mit dem Holländer Martin Drent und dem Polen Lukas Sosin zwei Akteure, die sich um einen Vertrag bei St.Pauli bemühten, letztendlich aber beide durchfielen. Von Beginn an waren die Griechen den Platzherren überlegen. Mit schnellen und flüssigen Kombinationen wurden die Braun-Weißen teilweise regelrecht überlaufen. Meggle und Co. kamen fast immer den berühmten Schritt zu spät. Demis Nikolaidis, der griechische Stürmer mit der Rückennummer 11, erzielte nach 20 Minuten das 0:1. Der Rückstand holte die Fans auf den Plan, die nun in altbekannter Weise lautstark ihre Kicker unterstützten, doch es half nichts. Noch vor der Pause das 0:2, wiederum durch die Nummer 11. Dann begann auf dem Feld das eigentliche Highlight des Abends: Zehn Hinz & Künztler traten im Elfmeterschießen gegen Torwartlegende Klaus “das Tier im Tor” Thomforde an. 100 Mark für Hinz & Kunzt pro verwandelten Strafstoß waren ausgelobt. Zuvor hatten es schon die Domherren mit 1800 Mark sowie die Mopo und Radio Energy mit je 500 Mark in der Kasse klingeln lassen. Hinz & Kunzt- Geschäftsführer Jürgen Angerer machte den Anfang und verwandelte sicher. Annegrethe Stoltenberg, ihres Zeichens Herausgeberin des Straßenmagazins, war nicht so erfolgreich. Sie zielte wohl zu genau und setzt die Lederkugel knapp links neben das Gehäuse. Als dritter Schütze trat der 10-jährige David Karrenbauer an. Als “glühender Thomforde-Fan” war es für ihn natürlich etwas ganz besonderes, seinem Lieblings-Keeper einen einzuschenken! Dass Klaus Thomforde nichts verlernt hat, bewies er beim vierten Schützen, Andreas Winter-Buerke von der Werbeagentur Kolle Rebbe, dessen hart platzierten Schuss er in bester Torwartmanier abwehrte. Sein Kollege Thomas Strietz verwandelte dann mit der Ansage “Unten links” und so war es. Alexander Baron, dem Dritten im Bunde von der Agentur, versagten dann die Nerven. Ein mickriger Kullerball bereitete Thomforde keinerlei Schwierigkeiten. Dann sollten vier Hinz & Kunzt-Verkäufer zum Duell antreten, doch schon der erste kniff. Für Peter Kröger trat Ute Schwarz von der Verwaltung an. Sie erwischte Klaus “auf dem falschen Fuß” und traf. Wolfgang Schmidt versuchte den Keeper mit einer ausgebufften Variante zu übertölpeln, doch leider scheiterte er. Ex-Vertriebsleiter Dieter Redenz verwandelte sicher. Als letzter Schütze trat Verkäufer Uwe Göwe an. Sein harter Schuss ging knapp übers Tor, Endstand 5:5, und damit 500 Mark im Topf. “Eine gute Sache, für die ich jederzeit zu haben bin”, gab Thomforde seine Zusage für weitere Benefizaktionen. Jürgen Angerer schwärmte noch lange von seinem Auftritt: “In einem so großen Stadion vor so vielen Menschen ein Tor gegen Klaus Thomforde zu erzielen, ist schon etwas besonders Beeindruckendes”, befand er und freute sich über eine gelungene Aktion. Ach so, Nummer 11 erzielte auch den Treffer zum 0:3-Endstand…

Pro 15:30 – Der Fußball-Fan als Sieger

21. August 2001 | Keine Kommentare

von: sven_klein

Punktsieg der Fans beim Kampf gegen die Spieltag-Zerstücklung
Seit Beginn der Rückrunde in der letzten Saison fielen nicht nur dem Stadionbesucher sondern auch dem Fußball-Fan auf dem heimischen Sofa vermehrt Transparente auf, auf denen vehement die willkürlich anmutende Ansetzung der Spielpaarungen im deutschen Fußball seitens des Deutschen Fußball-Bund (DFB) und der TV-Sender angeprangert wurde. Die „PRO 15:30“- Plakate und Transparente in den Stadien der 1. und 2. Liga waren unübersehbar. Die Medien-Mogule wie die Kirch-Gruppe kamen da nicht gut weg. Und natürlich wollten die übertragenden TV-Anstalten solche störende Elemente nicht in ihren Live-Bildern an die Salzstangen knabbernde und Bier schlürfende Nation daheim senden. Deshalb wurden die Kameraleute neu instruiert.

Aber es nützte alles nichts. Die Fußball- „Boykotteure“ kannten jeden (Übertragungs-) Winkel der Stadien und posestierten die selbstgebastelten Banner medienwirksam vor den Kameras.
Zur Verbreitung der Interessen wurde alsbald auch das Internet genutzt. Auf der immer noch aktuellen Seite www.pro1530.de werden Forderungen und regionale Kontaktmöglichkeiten genannt, ebenso Pressestimmen und Aktionen dokumentiert.
Nun ist es vollbracht. Wenn am 28. Juni die kommende Saison angepfiffen wird, hat die Fan-Initative „Pro 15:30“ einen ersten Punktsieg gegen den DFB und die TV-Sender gelandet. Nach einer sechsstündigen Tagung des Liga-Verbandes in der DFB-Zentrale im Frankfurter Hermann-Neuberger-Haus, einigten sich die Herren auf „nur noch“ zwei Bundesliga-Spieltage: So sollen sieben Begegnungen zur Fan-freundlichen Zeit am Sonnabendnachmittag um 15:30 Uhr stattfinden, die restlichen beiden Spiele werden am Sonntag um fünf oder halb sechs angepfiffen. Der Freitag- und Samstagabend blieben somit „fußballfrei“. Zusätzlich wird es so etwas wie eine „Kilometerbegrenzung“ geben, die besagt, dass die Sonntagsspiele nicht zwischen Vereinen ausgetragen werden sollen, deren Entfernung mehr als 300 Kilometer voneinander beträgt. TV-Fußball mit bewegten Bildern soll es in der kommenden Spielzeit zur Prime-Time ab 20.15 Uhr auf SAT 1 zu sehen geben. Die Konkurrenz der Spielshows und Hollywoodfilme fürchtet man beim Sender mit dem Ball als Logo nicht.
Abgesegnet ist dieser Beschluss aber noch lange nicht. Zunächst müssen sich DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder und Fernsehrechte-Inhaber Leo Kirch zusammen setzen, damit die Pläne auch in die Tat umgesetzt werden könnten. Aber dass von den alten Herren des DFB überhaupt solch ein Vorstoß angedacht wird, ist an sich schon erstaunlich und somit eben ein erster Punktgewinn für die Fans. Doch gleich gibt Wolfgang Niersbach zu bedenken: „Es wird schwer, das Rad wieder zurückzudrehen. Da die TV-Verträge der Champions League noch bis 2003 laufen, ist dort keine Änderung möglich“, so der DFB-Pressesprecher. Doch meint er auch: „Die Champions League ist eine Krux!“.
Der übertragendende Sender „Premiere World“ erklärt in Person von Programmsprecher Olaf Markhoff: „Wie haben die Spielpläne nicht gemacht, sondern sind nur Teil der großen Fußball-Welt“. Aha, völlig unschuldig also. Und SAT 1? –: „Wir müssen derart hohe Lizenzen zahlen, da brauchen wir die Sendeplätze, um durch Werbung unsere Kosten zu decken“, meint Sportchef Philipp Geiss.
DFB-Teamchef Rudi Völler erkannte immerhin, dass „wir diesen Protest sehr ernst nehmen müssen, denn die Fans sind die Kunden, ohne sie geht nichts“. Ihm folgend Daniel Scheinhardt, Kicker beim Bundesliga-Aufsteiger FC St.Pauli: „Wenn der Samstagnachmittag der Lieblingstermin der Fans ist, sollte man diesen Forderungen doch nachkommen können“. Für den Kiezkicker fällt nun zwar der verhasste Montagabend als Spieltermin mit Live-Übertragung im DSF weg, doch bei den Fans steht die Abschaffung dieses fanfeindlichsten aller Termine als nächstes auf dem Programm. HSV-Coach Frank Pagelsdorf ließ die Zuschauer ganz außen vor und outete sich als Gleichgesinnter der Initiative: „Es bleibt dabei, der Sonnabend ist der beste Bundesliga-Tag. Ein Abendspiel ist doch nur was für die Sofahocker“. Bravo Herr Pagelsdorf!
Doch nicht nur solche Aspekte gilt es für die Planer in Frankfurt zu bedenken. Auch die kurzfristige exakte Terminierung der einzelnen Begegnungen stellt Fans und Fanbetreuer vor erhebliche Probleme. Auswärtsfahrten werden kaum planbar, weil die Anzahl der mitfahrenden Fans eine große Unbekannte ist und somit die benötigten Kapazitäten den Reiseunternehmen nicht rechtzeitig genannt werden können. Und wie verwirrt schaut wohl manch Arbeitgeber auf die Liste seines fußballbegeisterten Angestellten, auf der dieser seine Urlaubstage notiert hat…?

Durch den Fußball erwachsen geworden

4. April 2001 | Keine Kommentare

von: sven_klein

Am 5. Dezember 2000 feierte der Österreicher seinen 24 Geburtstag. Ein junger Mann, “der schon sehr viel erlebt hat”, beschreibt er sich selbst. In der Tat kann der Keeper auf ein bewegtes Fußballerleben zurückblicken. Schon mit fünf Jahren rannte er dem runden Leder beim SV Gerasdorf hinterher. Der kleine Verein, in dem auch sein Vater mitarbeitete, ist an der nördlichen Stadtgrenze von Wien beheimatet. Dort trainierte er schon als 14-Jähriger bei den 1.Herren mit, “was teilweise schon recht lustig war”.

Einem einjährigen Gastspiel beim SV Enzerfeld, wo er als Sechszehnjähriger eine Saison das Tor der 1. Kampfmannschaft hütete, folgte die Rückkehr zu seinem Heimatverein. Heinz Weber spricht gern von seiner Heimat. “Ich habe dort sehr viele schöne Dinge erlebt und bin durch den Fußball relativ schnell erwachsen geworden”, schwärmt er. Mit 19 heiratete er bereits und wurde zum ersten Mal Vater. Bald kam das zweite Kind “und das dritte ist derzeit unterwegs”, lacht er. Heinz Weber ist ein Familienmensch. “Ein schönes Zuhause gibt einem die nötige Kraft und den sicheren Rückhalt auch in schweren Zeiten”.

Die hatte er in seinen jungen Jahren wie jeder andere auch. “Aber es war schon toll, als Jugendlicher sein Geld mit Fußball zu verdienen. Das war zwar nie wirklich viel, aber es reichte immer für eine nette Pistentour am Wochenende”.

“Natürlich hatte meinen Vater ein paar Kontakte und so ergaben sich zwangsläufig Möglichkeiten, die mir immer einen kleinen Vorteil verschafft haben”. Über Vienna Wien landete Heinz Weber dann beim FC Tirol Innsbruck Doch zu stark war der russische National-Keeper Tscherschessow, an dem er nicht vorbei kam. Als ewige Nummer Zwei kam der junge Weber kaum zum Zuge. “Nicht mal in der Vorbereitung durfte ich spielen”, gibt er sich enttäuscht von seine Zeit beim FC Tirol.
Doch dann lockte ihn ein Probetraining auf die Insel. Genauer gesagt zum großen FC Liverpool. “Im letzten Winter war es als ich dort vorspielen durfte”, beginnt der Keeper seine wohl aufregendste Geschichte. “Einen Monat hab ich mit den ganz großen Stars trainiert. Das war schon eine tolle Erfahrung”. Doch nicht nur positives kann er aus dem Mutterland des Fußballs berichten. “Als ich von der gemeinsamen Weihnachtsfeier zurück ins Hotel kam, war alles weg! Wirklich alles. Meine gesamten Klamotten und sogar der Mietwagen!”. Doch dann hellt sich sein Gesicht wieder auf. “Da haben die vom Verein mich in den Fanshop geschickt und gesagt, dass ich mich dort mal ordentlich eindecken soll. Und das hab’ ich getan!”, grinst er verschmitzt.
Doch mit einem Engagement beim FC Liverpool wurde es nichts. Stattdessen nahm er Kontakt zu seinem Berater auf, denn nach Österreich wollte er auf keinen zurück. “Der Kontakt mit dem FC St.Pauli kam über Horst Hrubesch zustande, der meinte, dass der FC einen Keeper bräuchte. Tja, und dann ging alles ganz schnell”.


Bayern gewinnt den Ligapokal

1. August 2000 | Keine Kommentare

Im Finale des Ligapokales konnte sich Bayern München gegen Hertha BSC Berlin mit 5:1 durchsetzen.

In der BayArena in Leverkusen sahen ca. 12500 Zuschauer den vierten Ligapokalgewinn der Bayern in Folge.
In der ersten Halbzeit war die Partie recht schwach, und gewann erst in der zweiten Halbzeit vor allem durch Alexander Zickler an Klasse.

Was sagt dieses Spiel nun über die Form zum Bundesligastart aus?
Wir werden es am ersten Spieltag sehen, wenn das Duell Bayern vs. Hertha in die nächste Runde geht.

Wie bewerten Sie die Form der beiden Mannschaften?
Sagen Sie es uns im Forum.

Hertha BSC Berlin – Bayern München 1:5 (0:0)
Tore: 0:1/1:4/1:5 Zickler(50./67./85.), 0:2 Jancker(52.), 0:3 Sverrisson(56./ET), 1:3 Michalke(61.)

Rückblick Saison 1999/2000

18. Juli 2000 | Keine Kommentare

von: cp

Die Saison 1999/2000 hatte alles was der Fußballfan sich wünscht. Meister und Abstiegskandidat Nr. 3 wurden erst am letzten Spieltag ermittelt.
Obwohl Bayern München vor der Saison als haushoher Favorit gehandelt wurde, entwickelte sich ein erbitterter Zweikampf um die Meisterschale.
Welchen die Bayern dann im Fernduell nur gewannen, weil Leverkusen in Unterhaching stolperte.

Zum ersten Mal in der Geschichte des DFB-Pokals gab es eine Wiederauflage des Vorjahresfinales. Bremen und Bayern trafen erneut in Berlin aufeinander, in der Wiederholung der Begegnung von David und Goliath mussten sich die Bremer diesmal jedoch geschlagen geben. Bayern München untermauerte seine Ausnahmestellung im deutschen Fußball und machte das Double.

Trotz allem war es nicht so einfach wie vorher erwartet.
Nach dem Abschied von Lothar Matthäus verspielte Bayern seinen Vorsprung vor Leverkusen, das, nachdem es aus Pokal und internationalem Wettbewerb ausgeschieden war, die stärkste Mannschaft der Rückrunde wurde.
Aus dieser Mannschaft besonders herauszuheben sind Stefan Beinlich, der nachdem sein Wechsel zu Hertha feststand eine überragende Rückrunde spielte und mit 11 Treffern torgefährlichster Mittelfeldspieler der Bundesliga wurde, sowie Paulo Rink, der sich nach seiner Rückkehr aus Brasilien verdientermaßen einen Stammplatz im Sturm erkämpfte.
Am Ende reichte Bayern jedoch das bessere Torverhältnis.

Die Saison 1999/2000 präsentierte auch eine Menge Überraschungen.
Dortmund, mit Neueinkäufen für über 50 Mio. DM , selbsternannter Meisterschaftskandidat, enttäuschte auf der ganzen Linie.
14 Spiele blieb das Team in der Rückrunde in Folge ohne Sieg, und geriet so in Abstiegsgefahr.

Eintracht Frankfurt, im Vorjahr die Klasse gerade so gehalten, startete mit einer enorm verstärkten Mannschaft, die vom Papier her, im oberen Tabellendrittel hätte spielen müssen.
Zur Winterpause war das Team abgeschlagen und abgeschrieben auf Platz 18. Der neue Trainer Felix Magath wurde seinem Ruf als Retter gerecht und führte die Eintracht wie ein Phoenix aus der Asche aus dem Keller.
30 Punkte holte die Eintracht in der Rückrunde, so dass Frankfurt sich trotz Punktabzug durch den DFB im Abstiegsendspiel gegen Ulm aus eigener Kraft retten konnte.

Ulm erlebte überhaupt eine Berg- und Talfahrt wie selten ein Team in der Bundesliga. Kaum waren die Spatzen abgeschlagen, starteten sie eine Siegesserie, die sie in sichere Gefilde der Tabelle führte, um dann eine Negativserie anzufangen, die sie wieder in den Keller führte.
Zweimal machten dies die Ulmer, wobei die Höhepunkte dieses auf und ab die am 23. und 24. Spieltag gewonnenen Spiele gegen Bremen und Hamburg, Tiefpunkt das 1:9 zuhause gegen Leverkusen waren.
Das war der Beginn der dritten Talfahrt.
Trotzdem fehlte den Ulmern am Ende nicht viel, auch sie hätten am letzten Spieltag gegen Frankfurt aus eigener Kraft die Klasse halten können.

Der HSV, der seit Jahren nichts mehr mit der Tabellenspitze zu tun hatte, spielte eine starke Saison. Das ganze Jahr waren die Hamburger oben zu finden und hatten lange Zeit sogar Chancen auf die Meisterschaft.
Der dritte Platz den sich der HSV erspielte wurde von keinem anderen Verein bedroht.

Der vierte Tabellenplatz, der zur Teilnahme an der Championsleague-Qualifikation berechtigt, war hart umkämpft.
Kaiserslautern, Werder Bremen, Hertha BSC und 1860 München waren die Hauptanwärter auf diesen vierten Platz.
Bremen verlor nach dem Aus im UEFA-Cup die Form, Kaiserslautern wurde von einer Heimschwäche befallen, und so sah es für Hertha recht gut aus.
Ein Remis gegen Freiburg und eine Niederlage gegen die direkte Konkurrenz von 1860 München kostete Hertha dann allerdings die Position.
1860, das diesmal auch eine starke Rückrunde spielte, holte sich Dank dem wiedererstarkten Thomas Häßler und dem neuen Torschützenkönig Martin Max den 4. Platz.

Kaiserslautern und Hertha BSC landeten auf den Plätzen 5. und 6. und starten genauso wie Pokalfinalist Bremen im UEFA-Cup.

Freiburg und Rostock hatten das ganze Jahr über mit dem Abstiegskamp zu tun, alles andere wäre auch zuviel gewesen. Freiburg überzeugte zwar immer wieder durch mannschaftliche Geschlossenheit und gutes Kurzpassspiel, aber es fehlte die Konstanz. Hansa Rostock ist wohl Rekordhalter in vergebenen Führungen. Kein anderes Team gab so oft wie die Hanseaten den Sieg noch aus der Hand, und erst der erste Auswärtssieg am 34. Spieltag gegen Schalke garantierte den Klassenerhalt.
Freiburg und Rostock profitieren wohl eindeutig aus der jahrelangen Erfahrung im Abstiegskampf und von der Tatsache, dass sie realistisch genug waren kein anderes Ziel zu verfolgen und sich nur darauf zu konzentrieren.

Die Sensation der Saison überhaupt ist die SpVgg Unterhaching. Der Mini-Club mit dem kleinsten Stadion, dem kleinsten Etat, aus der kleinsten Gemeinde der Bundesliga mit der billigsten Mannschaft, wurde viel belächelt und von allen Experten als Absteiger Nr. 1 gehandelt.
Trainer Köstner gelang jedoch mit der Spielvereinigung das Unmögliche. Das Fundament seines Erfolges war die fantastische Heimstärke der Hachinger (nur 2 Niederlagen), ein entschlossenes Auftreten auswärts und wohl die Tatsache, dass sie von niemanden ernst genommen wurden.

Nur Bayern München und Kaiserslautern holten gegen die Spielvereinigung 6 Punkte, Borussia Dortmund und VfB Stuttgart dagegen keinen einzigen.
Mit dem Abstieg hatten die Hachinger nichts zu tun, und zur Freude der Fans des Münchner Vorstadtklubs erwiesen sie sich im finalen Fernduell als Meistermacher. Unverhofft kommt oft, und so schlugen die Hachinger Leverkusen mit 2:0 und machten deren Meisterträume zu Nichte.

Unterhaching dürfte jetzt endlich den letzten Beweis dafür erbracht zu haben, dass ein sportlicher Aufsteiger eben durch diesen Aufstieg seine Daseinsberechtigung in der 1. Liga hat. Etwas anderes würde die 2. Bundesliga nicht zulassen.

Der 1. FC Köln, der VfL Bochum und Energie Cottbus, die Duisburg, Bielefeld und Ulm ablösen werden, sind mit Sicherheit nächstes Jahr ebenfalls für Überraschungen gut. Darauf, und auf vieles mehr kann sich der Fußballfan freuen.

Auch die nächste Saison wird Überraschungen, Sensationen und Tragödien beinhalten.
Langweilig war die Bundesliga noch nie und wird es wohl auch nie sein, spannungsgeladen wie eh und je wird auch die 38. Bundesligasaison sein.