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Bayern gewinnt den Ligapokal

1. August 2000 | Keine Kommentare

Im Finale des Ligapokales konnte sich Bayern München gegen Hertha BSC Berlin mit 5:1 durchsetzen.

In der BayArena in Leverkusen sahen ca. 12500 Zuschauer den vierten Ligapokalgewinn der Bayern in Folge.
In der ersten Halbzeit war die Partie recht schwach, und gewann erst in der zweiten Halbzeit vor allem durch Alexander Zickler an Klasse.

Was sagt dieses Spiel nun über die Form zum Bundesligastart aus?
Wir werden es am ersten Spieltag sehen, wenn das Duell Bayern vs. Hertha in die nächste Runde geht.

Wie bewerten Sie die Form der beiden Mannschaften?
Sagen Sie es uns im Forum.

Hertha BSC Berlin – Bayern München 1:5 (0:0)
Tore: 0:1/1:4/1:5 Zickler(50./67./85.), 0:2 Jancker(52.), 0:3 Sverrisson(56./ET), 1:3 Michalke(61.)

Rückblick Saison 1999/2000

18. Juli 2000 | Keine Kommentare

von: cp

Die Saison 1999/2000 hatte alles was der Fußballfan sich wünscht. Meister und Abstiegskandidat Nr. 3 wurden erst am letzten Spieltag ermittelt.
Obwohl Bayern München vor der Saison als haushoher Favorit gehandelt wurde, entwickelte sich ein erbitterter Zweikampf um die Meisterschale.
Welchen die Bayern dann im Fernduell nur gewannen, weil Leverkusen in Unterhaching stolperte.

Zum ersten Mal in der Geschichte des DFB-Pokals gab es eine Wiederauflage des Vorjahresfinales. Bremen und Bayern trafen erneut in Berlin aufeinander, in der Wiederholung der Begegnung von David und Goliath mussten sich die Bremer diesmal jedoch geschlagen geben. Bayern München untermauerte seine Ausnahmestellung im deutschen Fußball und machte das Double.

Trotz allem war es nicht so einfach wie vorher erwartet.
Nach dem Abschied von Lothar Matthäus verspielte Bayern seinen Vorsprung vor Leverkusen, das, nachdem es aus Pokal und internationalem Wettbewerb ausgeschieden war, die stärkste Mannschaft der Rückrunde wurde.
Aus dieser Mannschaft besonders herauszuheben sind Stefan Beinlich, der nachdem sein Wechsel zu Hertha feststand eine überragende Rückrunde spielte und mit 11 Treffern torgefährlichster Mittelfeldspieler der Bundesliga wurde, sowie Paulo Rink, der sich nach seiner Rückkehr aus Brasilien verdientermaßen einen Stammplatz im Sturm erkämpfte.
Am Ende reichte Bayern jedoch das bessere Torverhältnis.

Die Saison 1999/2000 präsentierte auch eine Menge Überraschungen.
Dortmund, mit Neueinkäufen für über 50 Mio. DM , selbsternannter Meisterschaftskandidat, enttäuschte auf der ganzen Linie.
14 Spiele blieb das Team in der Rückrunde in Folge ohne Sieg, und geriet so in Abstiegsgefahr.

Eintracht Frankfurt, im Vorjahr die Klasse gerade so gehalten, startete mit einer enorm verstärkten Mannschaft, die vom Papier her, im oberen Tabellendrittel hätte spielen müssen.
Zur Winterpause war das Team abgeschlagen und abgeschrieben auf Platz 18. Der neue Trainer Felix Magath wurde seinem Ruf als Retter gerecht und führte die Eintracht wie ein Phoenix aus der Asche aus dem Keller.
30 Punkte holte die Eintracht in der Rückrunde, so dass Frankfurt sich trotz Punktabzug durch den DFB im Abstiegsendspiel gegen Ulm aus eigener Kraft retten konnte.

Ulm erlebte überhaupt eine Berg- und Talfahrt wie selten ein Team in der Bundesliga. Kaum waren die Spatzen abgeschlagen, starteten sie eine Siegesserie, die sie in sichere Gefilde der Tabelle führte, um dann eine Negativserie anzufangen, die sie wieder in den Keller führte.
Zweimal machten dies die Ulmer, wobei die Höhepunkte dieses auf und ab die am 23. und 24. Spieltag gewonnenen Spiele gegen Bremen und Hamburg, Tiefpunkt das 1:9 zuhause gegen Leverkusen waren.
Das war der Beginn der dritten Talfahrt.
Trotzdem fehlte den Ulmern am Ende nicht viel, auch sie hätten am letzten Spieltag gegen Frankfurt aus eigener Kraft die Klasse halten können.

Der HSV, der seit Jahren nichts mehr mit der Tabellenspitze zu tun hatte, spielte eine starke Saison. Das ganze Jahr waren die Hamburger oben zu finden und hatten lange Zeit sogar Chancen auf die Meisterschaft.
Der dritte Platz den sich der HSV erspielte wurde von keinem anderen Verein bedroht.

Der vierte Tabellenplatz, der zur Teilnahme an der Championsleague-Qualifikation berechtigt, war hart umkämpft.
Kaiserslautern, Werder Bremen, Hertha BSC und 1860 München waren die Hauptanwärter auf diesen vierten Platz.
Bremen verlor nach dem Aus im UEFA-Cup die Form, Kaiserslautern wurde von einer Heimschwäche befallen, und so sah es für Hertha recht gut aus.
Ein Remis gegen Freiburg und eine Niederlage gegen die direkte Konkurrenz von 1860 München kostete Hertha dann allerdings die Position.
1860, das diesmal auch eine starke Rückrunde spielte, holte sich Dank dem wiedererstarkten Thomas Häßler und dem neuen Torschützenkönig Martin Max den 4. Platz.

Kaiserslautern und Hertha BSC landeten auf den Plätzen 5. und 6. und starten genauso wie Pokalfinalist Bremen im UEFA-Cup.

Freiburg und Rostock hatten das ganze Jahr über mit dem Abstiegskamp zu tun, alles andere wäre auch zuviel gewesen. Freiburg überzeugte zwar immer wieder durch mannschaftliche Geschlossenheit und gutes Kurzpassspiel, aber es fehlte die Konstanz. Hansa Rostock ist wohl Rekordhalter in vergebenen Führungen. Kein anderes Team gab so oft wie die Hanseaten den Sieg noch aus der Hand, und erst der erste Auswärtssieg am 34. Spieltag gegen Schalke garantierte den Klassenerhalt.
Freiburg und Rostock profitieren wohl eindeutig aus der jahrelangen Erfahrung im Abstiegskampf und von der Tatsache, dass sie realistisch genug waren kein anderes Ziel zu verfolgen und sich nur darauf zu konzentrieren.

Die Sensation der Saison überhaupt ist die SpVgg Unterhaching. Der Mini-Club mit dem kleinsten Stadion, dem kleinsten Etat, aus der kleinsten Gemeinde der Bundesliga mit der billigsten Mannschaft, wurde viel belächelt und von allen Experten als Absteiger Nr. 1 gehandelt.
Trainer Köstner gelang jedoch mit der Spielvereinigung das Unmögliche. Das Fundament seines Erfolges war die fantastische Heimstärke der Hachinger (nur 2 Niederlagen), ein entschlossenes Auftreten auswärts und wohl die Tatsache, dass sie von niemanden ernst genommen wurden.

Nur Bayern München und Kaiserslautern holten gegen die Spielvereinigung 6 Punkte, Borussia Dortmund und VfB Stuttgart dagegen keinen einzigen.
Mit dem Abstieg hatten die Hachinger nichts zu tun, und zur Freude der Fans des Münchner Vorstadtklubs erwiesen sie sich im finalen Fernduell als Meistermacher. Unverhofft kommt oft, und so schlugen die Hachinger Leverkusen mit 2:0 und machten deren Meisterträume zu Nichte.

Unterhaching dürfte jetzt endlich den letzten Beweis dafür erbracht zu haben, dass ein sportlicher Aufsteiger eben durch diesen Aufstieg seine Daseinsberechtigung in der 1. Liga hat. Etwas anderes würde die 2. Bundesliga nicht zulassen.

Der 1. FC Köln, der VfL Bochum und Energie Cottbus, die Duisburg, Bielefeld und Ulm ablösen werden, sind mit Sicherheit nächstes Jahr ebenfalls für Überraschungen gut. Darauf, und auf vieles mehr kann sich der Fußballfan freuen.

Auch die nächste Saison wird Überraschungen, Sensationen und Tragödien beinhalten.
Langweilig war die Bundesliga noch nie und wird es wohl auch nie sein, spannungsgeladen wie eh und je wird auch die 38. Bundesligasaison sein.

Endgültig: TeBe in der Regionalliga

18. Juli 2000 | Keine Kommentare

Vor dem Oberlandesgericht Frankfurt wurde der Einspruch der Veilchen gegen den Lizenzentzug abgewiesen.

Damit startet TeBe definitiv am 28.07. in die Saison der Regionalliga Nord.
Die meisten Spieler und der Trainer Winfried Schäfer hatten lediglich Verträge für die zwei höchsten Spielklassen, und dürften somit den Verein verlassen.
Tennis hat nun zumindest die Chance sich von unseriösen Sponsoren zu trennen und in eine neue Zukunft zu starten.
Ob diese Chance ergriffen wird?

Danke Franz! WM 2006 in Deutschland

6. Juli 2000 | Keine Kommentare

Knapper ging es kaum.
Mit 12:11 Stimmen entschied sich das FIFA-Exekutivkomitee für Deutschland als Austragungsort der Fußball-WM 2006.

Die komplette Fußballprominenz feiert Franz Beckenbauer,
der große Verantwortung für die gelungene Bewerbung trägt.
Weiterer Dank gilt der gesammelten Prominenz, die bei der Präsentation ihren guten Namen einbrachte, wie Kanzler Schröder, Boris Becker, Claudia Schiffer und Günter Netzer.

Zu hoffen ist, dass die Entscheidung dem deutschen Fußball Auftrieb verschafft.

Einen Vorteil haben wir schon, wir müssen uns nicht mehr qualifizieren ;)


Rudi Völler neuer Teamchef

2. Juli 2000 | Keine Kommentare

Rudi Völler übernimmt die Nationalmannschaft als Teammanager.

Zumindestens bis Juni 2001, denn dann übernimmt Christoph Daum die Verantwortung als Bundestrainer und Teamchef.

Da Rudi Völler keinen Trainerschein hat, wird ihm ein noch nicht genannter Trainer an die Seite gestellt.

Schämt Euch!

20. Juni 2000 | Keine Kommentare

Bela Rethy sagte kurz vor der Pause: “Der Patient Nationalmannschaft befindet sich nach wie vor auf der Intensivstation”.
Nun können wir sie wohl zu Grabe tragen.

Portugals zweite Garnitur reichte für ein 3:0 gegen Deutschland.

Rumänien schlägt gleichzeitig England mit 3:2 und erreicht neben den Portugiesen die KO-Runde.

Deutschland hätte also ein 2:0 zum Weiterkommen gereicht, aber das war mit dieser Leistung nicht drin.
Für manche mag es vielleicht ein Trost sein, dass England ebenfalls raus ist, aber immerhin einen Platz über uns diese EM beendet.

Hoffen wir auf eine baldige Wiedergeburt.

Ach ja, die Spiele im einzelnen:

Portugal – Deutschland 3:0 (1:0)
Conceicao (35., 54., 71.)

England – Rumänien 2:3 (2:1)
0:1 Chivu (22.), 1:1 Shearer (41./FE), 2:1 Owen (47.), Munteanu (48.), Ganea (87./FE)

Alles aus?

18. Juni 2000 | Keine Kommentare

0:1 gegen England. Das war es wohl mit der EM, denn aus eigener Kraft ist es nicht mehr machbar, für ein Weiterkommen ist neben einem Sieg über Portugal noch rumänische Schützenhilfe erforderlich.

Und dazu kommt dann noch, dass unser Sieg gegen Portugal höher ausfallen muß als der rumänische gegen England, ansonsten wäre Rumänien weiter.

Klingt alles sehr unwahrscheinlich.
Als einzigster Trost bleibt wohl, dass das Spiel unserer Jungs gegen England schon ansehnlicher war als die Auftritte davor.
Nur was nützt es ohne Torerfolg?

Deutschland – Real Mallorca 4:0

30. Mai 2000 | Keine Kommentare

Im relativ unbedeutendem Testspiel gegen Real Mallorca siegte die deutsche Nationalmannschaft mit 4:0.
Seit langem hatte man mal wieder das Gefühl, die Spieler sind mit Spaß bei der Sache, hoffen wir, dass dieser bis zur EM anhält.

Das Spiel macht Erich Ribbecks Suche nach der richtigen Aufstellung sicher nicht einfacher, besonders im Sturm scheint die richtige Entscheidung schwierig.
Paulo Rink empfahl sich mit zwei Toren, Carsten Janker, zum ersten Mal von Spielbeginn dabei, zeigte sich engagiert, und Ulf Kirsten glänzte mit artistischen Schüssen.

Lediglich Oliver Bierhoff scheint seinen Stammplatz bereits verspielt zu haben, er wirkte wenig selbstbewusst.

Die Fakten zum Spiel:
Real Mallorca – Deutschland 0:4 (0:1), Zuschauer: 12.000
Tore: 0:1 Janker (25.), 0:2 Wosz (56.), 0:3/0:4 Rink (83., 90.)

Neuaufbau in der Nationalmannschaft?

24. Mai 2000 | Keine Kommentare

Berti Vogts kündigte nach der WM in Frankreich an, einen rigorosen Neuaufbau der Nationalmannschaft voranzutreiben, versuchte es mit jungen Leuten und ging Risiken ein. Lang und breit wurde die Meinung akzeptiert, dass man auch eine relativ erfolglose Zeit akzeptieren würde, wenn es nur der Zukunft der Nationalmannschaft dient oder gar gut für die Zukunft des deutschen Fußballs im Allgemeinen wäre. Es folgte die folgenschwere Maltareise, auf der sich herausstellte, dass eigentlich doch niemand Geduld hat. Und auch ich muss zugeben, dass ich die Spiele auf Malta in euphorischer Vorfreude auf den Neuaufbau betrachtete. Dass ein Neuaufbau vielleicht etwas langsamer von statten geht, ist mir erst heute klar.

Erich Ribbecks Team für die EM kann man nicht wirklich als Neuanfang bezeichnen. 28,5 Jahre Altersdurchschnitt und 9 Spieler die Ihren 30 Geburtstag bereits gefeiert haben.
Aber liegt das Problem denn wirklich beim Alter? Der Bundestrainer muss die Leute mitnehmen, die den besten Fußball spielen. Ob er das wirklich getan hat möchte ich an dieser Stelle nicht besprechen, darauf wird sich eh jeder seine eigene Meinung bilden. Zeit für einen Neuaufbau gibt es nicht. Nach der EM kommt die WM-Qualifikation, danach die WM, dann die nächste EM-Qualifikation und wieder eine EM, usw. Es war doch schon immer so: alte Spieler gehen, junge kommen hinzu. Das wird auch weiterhin ohne Komplettaustausch funktionieren.

Was vielmehr benötigt wird ist der Neuaufbau der Einstellung der Nationalspieler. “Aua, ich habe mir den Fingernagel abgebrochen”-Auswechslungen sowie unmotivierte Vorstellungen vieler Spieler zeugen von dem Problem.

Schön, dass den Spielern der Verein wichtiger ist und die Anzahl der zu absolvierenden Spiele dort stetig zugenommen hat, aber den Fans ist das egal. Die Fans wollen die Spieler IHRER Nationalmannschaft kämpfen sehen. Und wenn sie das tun, sehe ich kein Altersproblem. Vom Papier her sind die berufenen Spieler sicherlich von guter Qualität, doch ohne Freude und Einsatzwillen wird diese Qualität verpuffen.

Hoffentlich ist für die Spieler eine EM Grund genug sich anzustrengen. Die Aufgabe die Spieler für danach folgende WM-Qualifikationsspiele oder Freundschaftsspiele gegen Zwergstaaten ausreichend zu motivieren, trägt dann der nächste Nationaltrainer. Wer das wohl sein wird?