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Wechsel zum Bundesligisten,ab welchem Alter

Wechsel zum Bundesligisten,ab welchem Alter

dealer1969 » 18.01.2006, 12:03
Mein Sohn spielt in der Kreisauswahl U12 und wurde bei der letzten Hallen-Westfalenmeisterschaft anfang des Monats in Duisburg von einem Bundesligisten gesichtet.Die Frage ist,ab welchem Alter ist ein Wechsel ratsam?Er bekommt laut Ausage des Kreisauswahltrainers demnächst eine Einladung zur Westfalenauswahl was für mich bedeutet das er wohl ein überdurchschnittlicher Spieler ist.Die Meinung des Kreisauswahltrainers ist,er solle ab C-Jugend wechseln eher 2.Jahr.Die Meinung des Trainers des Bundesligisten ist,er solle sofort wechseln jedes Jahr zählt.Wer stand vor ähnlichen Entscheidungen und hat sich wofür weshalb entschieden?


Re: Wechsel zum Bundesligisten,ab welchem Alter

Feivel78 » 18.01.2006, 19:52
Hallo also als erstes solltet ihr wissen was ihr wollt.Es hat Vor aber auch nachteile.

Ein Vorteil ist er wird Besser Betreut ich denke der Normale Verein hat 2 Trainer und da sind es 3 oder 4 Trainer und Betreuer. Das Training ist auf Spielsituationen Besser abgestimmt. Dann werden dort auch besser Ausgebildete Trainer sein. Bessere Plätze gute Qualität an Material sind so eingige Punkte die Für den BL Verein sprechen.

Nachteil wird sein das er als neuer ein Spieler einer unter vielen ist und es nicht so schnell auffällt das er was besoderes ist. Zum den sind die Trainingzeiten wohl 4 oder 5 mal die Woche Plus an einem Tag Spiel dann die Fahrten zu den Spielen wird wohl ab und an Doppelt so weit sien wie jetzt. Zu dem kommen dan meistens noch Turniere mit Auslandsreise ( was nicht heißen muß das es schlecht ist)

Es sollte auch berücksichtigt werden das durch das viele Training und so auch die Schule drunter leiden könnte.

Es könnte dann auch sein habe das selber mit bekommen nach einer Verletztung oder weil man dann etwas überfordert ist das man dann aus dem Kader für die neue Saison gestrichen wird. und das wohl dann die Lust am Fußball spielen verloren geht ist klar oder

Also wie gesagt ihr müßt wissen was ihr wollt es auch auf die Art von jeden selber ankommt man kann nicht pauschal sagen besser erst noch 3 jahre warten oder jetzt wechseln.

ich würde vielleicht einen Mittelweg machen und noch eine Saison warten.


Re: Wechsel zum Bundesligisten,ab welchem Alter

rory » 19.01.2006, 11:01
Hallo dealer(ich hoffe du identifizierst dich nicht damit),

Ich wuerde mich fuer SOFORT entscheiden. Folgende Punkte sprechen m.E. dafuer.

Nur wenige haben das Glueck zwischendurch mal aufzufallen. Viele, auch Talentierte fahren mitunter hunderte von Kilometern zu Talenttagen, um nachher dann doch mit leeren Händen dazustehen. So eine Einladung sollte man sich einrahmen. Die kommt wohl kaum ein zweites Mal. Die Chancen fuer Quereinsteiger schwinden mit zunehmendem Alter. Die “Goldenen Lernjahre” sollte man ausnutzen.

Das Fussballspielen in einem Bundesligaclub ist als Ausbildung zu begreifen. Die Besten der Stadt/Regon messen sich und lernen voneinander. Kein unnuetzes Verplempern von Trainingszeit und Energie wie bei einem auf örtlichen mehr auf Breitensport angelegten Kreisverein. Die mitunter täglichen Trainingszeiten und der Leistungsdruck sind Teil dieser Berufsausbildung. Nur dann macht das ganze einen Sinn. Ist man in einer Mannschaft gut verankert, so wird man auch nach einer z.B. verletzungsbedingten Pause nicht fallengelassen.

Als aktives Mitglied in einem Ligaverein erfährt man eine Steigerung des Selbstwertgefuehls, das auch auf die schulischen Leistungen durchschlagen kann, wenn ihr Sohn damit umgehen kann.

Ist ist besser frueher als später die mannschaftliche Hackordnung durchzumachen. Da hat auch ein Trainer wenig Einfluss drauf. Weder eine grosse Klappe noch Duckmäusertum seitens des Spielers halte ich fuer angebracht. Adretter Haarschnitt, sauberes Outfit, offen und aufmerksam. Small talk nach dem Training mit denen, die man mag in Spielweise und Charakter.Das hilft immer.

Sie sollten bei diesem Projekt eine Bestandsaufnahme der Aktivitäten ihres Sohnes machen. Auch sollten Sie ihrem Sohn klarmachen, dass Sie sich einmischen. Alles was Zeit kostet, kommt auf den Tisch. Skateboart- gestrichen, PLay-Station- gestrichen. Nachmittags-shopping- gestrichen.Schulchor, Band- gestrichen. Computer- reduziert. Sonstiges- reduziert. Wöchentliche, am besten tägliche Kontrolle bzw. Nachhilfe der schulischen Hauptfächer. Gute bis befriedigende Schulleistungen sind absolut notwendig. Mehr als sonst steht man beim Klassenlehrer bzw- Direktor auf der Matte wegen freier Schultag fuer Lehrgänge und Auslandsturniere.

Nach der dritten Zigarette, joint oder dem Rausch in der Disco fällt das ganze wie ein Kartenhaus zusammen. Aber auch danach liebt man seine Kinder und das Leben geht weiter, nur eben in einer anderen Richtung.

Ich kann hier nur als Vater eines Sohnes berichten, der nicht in einer deutschen Ligamannschaft spielt. Aber die Bedingungen sind wohl vergleichbar. Wir haben den Wechsel zu unserer Ligamannschaft step by step vollzogen. Von Probetraining zu Probetraining. Es hat immer geklappt, war aber jedesmal die gleiche harte Angelegenheit. Aus finanziellen Grunden sind wir nicht zum besten Verein gegangen, weil der echtes Geld kostet, keine Aluchips. Das bereue ich noch heute, denn die Spielerfahrung und Abgeklärtheit ist nur muehsam aufzuholen.

Viel Spass an den Erfolgserlebnissen Ihres Sohnes im neuen Verein, denn die gibt es immer.


Re: Wechsel zum Bundesligisten,ab welchem Alter

mich_JT » 02.02.2006, 12:44
Hallo,

ich zwar ziemlich unerfahren, aber ich bin der meinung, dass wenn man zu einem Bundesligisten geht auch die Überlegung anstellen sollte ob man sein Leben mit Fußball verbringen möchte.

Das Talent ist natürlich sehr entscheidend, aber man muss auch die sehr hohe Belastung des Kindes sehen. Man muss damit rechnen, dass die Schulische Leistung nachlassen könnte.

Andererseits ist es auch nicht zu verachten, dass es bei einem Bundesligisten die nahezu Perfekte Jugendförderung gibt. Und das bei den meisten Vereinen nich nur im Fußballerischen Bereich.

Wenn aber der Meinung ist der Spass am Fußball bleibt erhalten dann sollte man das Angebot nicht ausschlangen, zumindest meiner Meinung nach.

MfG Mich


Re: Wechsel zum Bundesligisten,ab welchem Alter

mich_JT » 02.02.2006, 12:44
Hallo,

ich zwar ziemlich unerfahren, aber ich bin der meinung, dass wenn man zu einem Bundesligisten geht auch die Überlegung anstellen sollte ob man sein Leben mit Fußball verbringen möchte.

Das Talent ist natürlich sehr entscheidend, aber man muss auch die sehr hohe Belastung des Kindes sehen. Man muss damit rechnen, dass die Schulische Leistung nachlassen könnte.

Andererseits ist es auch nicht zu verachten, dass es bei einem Bundesligisten die nahezu Perfekte Jugendförderung gibt. Und das bei den meisten Vereinen nich nur im Fußballerischen Bereich.

Wenn aber der Meinung ist der Spass am Fußball bleibt erhalten dann sollte man das Angebot nicht ausschlangen, zumindest meiner Meinung nach.

MfG Mich


Re: Wechsel zum Bundesligisten,ab welchem Alter

rory » 02.02.2006, 15:33
Hallo,

da hat “mich” ganz recht. Fast noch höher zu bewerten als das Talent ist die Motivation des Spielers. Da helfen auch die besten Hilfestellungen und mitunter nutzlosen Predikten von Eltern gar nichts, wenn nicht der eiserne Wille da ist. Den kann man nicht antrainieren. Das ist wohl eher eine genetische Charakterfrage. Daneben kommt noch die Fähigkeit mit Rueckschlägen aller Art fertig zu werden.

Mit dem Spass bei einem Ligaverein ist das so eine Sache. Spass ist gepaart mit Torerfolgen, geglueckten Dribblings usw. Bei einem Ligaverein steht mehr die Ausbildung im Vordergrund. Da sitzt man gelegentlich mehrmals auf der Reservebank ohne den eigentlichen Grund zu wissen. Dann spielt die Mannschaft meistens in der nächst höheren Altersklasse und Niederlagen sind nicht selten. Da hört der Spass dann auf.

Wenn man also primär Spass haben will, muss es nicht unbedingt der Ligaverein sein.

Aber frei nach Roberto Blanko: Ein bisschen Spass muss ein….

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