elfmeter.de

Duell der Unbesiegten

| 1 Kommentar

Der Absteiger der SpVgg Greuther Fürth dominiert die 2. Bundesliga und liegt nach fünf Spielen schon vier Punkte vor den Verfolgern. Gegenüber den Erfahrungen aus der Bundesliga bedeutete das 0:0 gegen Köln einen deutlichen Fortschritt.

Ein Team, das nach fünf Spieltagen noch ungeschlagen ist, müsste in Liga zwei doch weit oben zu finden sein – oder? Nicht, wenn es sich um den 1. FC Köln handelt. Ein Sieg und vier Remis bedeuten Platz neun, und die erste Saisonniederlage beim dominanten Absteiger Greuther Fürth war von nicht wenigen Experten für die Rheinländer erwartet worden. Doch eine engagierte Leistung des Teams aus der Domstadt bedeutete den Verlust der ersten beiden Punkte für die Franken – die die Tabellenführung dennoch um einen Zähler ausbauen konnten, da Kaiserslautern in Aalen mit 0:4 untergegangen war.

Das 0:0 – eine Weiterentwicklung für Fürth

Es war ein Heimspiel ohne besondere Höhepunkte und mit wenigen Chancen auf beiden Seiten, unter dem Strich also ein ebenso klassisches wie auch folgerichtiges 0:0. Ein Match, wie es die Zuschauer und Fans am Ronhof aus dem vergangenen Jahr eigentlich kennen, jedoch nur eigentlich. Auch während der Fürther Erstligazeit hat es nämlich zahlreiche Heimspiele gegeben, in denen sich die Mannschaft in kämpferischer Hinsicht Punkte verdient hatte. Mit dem Unterschied, dass das Team diese Punkte fast nie einfahren konnte, was zumeist mit mangelnder Erfahrung und unzureichender Cleverness zutreffend beschrieben worden ist: viele solcher Spiele gingen knapp verloren. Manchmal hatte die Mannschaft jedoch auch nur jenes Pech, das genau jene Teams haben, die am Ende der Tabelle jeden Punkt dringend benötigen.

Im Spiel gegen Köln konnte man sich als Beobachter jedoch nicht entscheiden, ob Fürth unclever war, weil es die Chancen der zweiten Hälfte nicht nutzte – oder clever, weil es die guten Möglichkeiten der Gäste vereitelte und so zumindest einen Punkt im Frankenland behielt. Nach den Lehren der letzten Spielzeit täte man am Ronhof jedoch gut daran, diesen Umstand als eine positive Entwicklung zu beurteilen. Zumal es mit Sicherheit leichtere Gegner geben wird in dieser Saison als den 1. FC Köln.

Köln muss die Offensive stärken

Für die Rheinländer geht es mit harten Brocken weiter. Nacheinander empfängt der FC den Tabellenzweiten aus Aue, reist nach Cottbus und hat dann Kaiserslautern zu Gast. Sollten die Kölner in diesen drei Partien nicht ausreichend punkten, droht der Abstand zu den Aufstiegsplätzen schon nach acht Spieltagen sehr groß zu werden. Ein zartes Zeichen für eine Stabilisierung stellt immerhin die Tatsache dar, dass der FC zusammen mit Karlsruhe die zweitbeste Defensive nach den Fürthern vorzuweisen hat. Andererseits kassierten die Kölner schon in der vergangenen Saison lediglich 33 Gegentore – bei nur 43 selbst erzielten Treffern. Trainer Peter Stöger wird im Saisonverlauf also vor allem daran arbeiten müssen, die Offensivabteilung ins Rollen zu bringen, während die Abwehr unverändert zuverlässig bleiben muss.
Dann stünden die Chancen sicher nicht ganz schlecht, dass sich Fürth und Köln als aussichtsreiche Bewerber um die Aufstiegsplätze präsentieren können. Die für den FC typische Euphorie, die in einem solchen Fall einträte, zu zügeln, würde allerdings Stögers wahre Prüfung werden.

Ein Kommentar

  1. Super Beitrag! Ich als alter Fürth Fan gebe ich natürlich die Hoffnung auf den direkten Wiederaufstieg nicht auf und im Moment sieht es ja auch sehr gut aus :) Im Rückspiel der beiden Top-Teams jetzt auch wieder ein Unentschieden – ich bin sehr zufrieden! Und bei den Kölner könnte es ja (zumindest wenn man vom Tabellenplatz ausgeht) auch nicht besser laufen ;)

Hinterlasse eine Antwort

Pflichtfelder sind mit * markiert.