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Bundesliga 2008/2009: Sponsoren-Analyse

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Einen großen Teil ihres Budgets decken Bundesligisten traditionell mit den Zahlungen des Trikotsponsors ab, der in der Regel auch der Hauptsponsor eines Vereins ist. Die Trikotsponsoren zahlen diesmal fast 130 Mio. Euro an die 18 Bundesligavereine, ein neur Rekord.

Viele Namen und Branchen fallen einem ein, wenn man an die Vergangenheit des Trikotsponsorings denkt: Alkohol, Sportartikel, Banken, Autos, Computer. Dabei waren auch immer wieder Peinlichkeiten und Kuriositäten.

Wie sieht es in der Saison 2008/2009 aus?

Bei den Branchen dominieren die Energiekonzerne und der Bereich Verkehr, Logistik und Reisen. Sympathien baut der Konsument zu den Anbietern dieser Branchen wahrscheinlich selten auf, daher der Versuch sich über den Fußball positiv darzustellen.

IT- und Telekommunikatinsunternehmen sponsoren drei Bundesligavereine. Die restlichen Branchen sind jeweils nur einmal vertreten. Drei DAX-Unternehmen sind dabei: TUI, VW und die Telekom.

Trikotsponsoren nach Branchen

Branche Sponsoren
Energie 4
Verkehr/Logistik/Reisen 4
ITK 3
Autos 1
Brauereien 1
Finanzen, Banken, Versicherungen 1
Industrie 1
Lebensmittel 1
Presse/Verlage 1
Textil 1

Der Großteil der Sponsoren (14) kommt nach wie vor aus Deutschland. Jeweils ein Vertreter kommt aus Russland, den USA, Japan und den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Viele Sponsoren haben einen regionalen Bezug zu den Vereinen. Direkt aus den Städten der gesponsorten Vereine kommen TUI, VW, Deutsche Bahn, EnBW (Karlsruhe), Fraport und ReWe. Zumindest aus der Nähe kommen Evonik, teldafax, EnBW (Stuttgart), kik, Krombacher und enviaM.

Eine große Spanne gibt es bei den Preisen, die die Bundesligavereine mit ihrer Brust aufrufen.

Verein Sponsor Summe (in Mio. Euro)
Bayern München T-Com bis zu 20,0
FC Schalke 04 Gazprom bis zu 20,0
VfL Wolfsburg VW bis zu 20,0
Borussia Dortmund Evonik bis zu 10,0
Werder Bremen Citibank bis zu 9,5
Hertha BSC Deutsche Bahn AG bis zu 8,0
Bayer Leverkusen teldafax ca. 6,0
VfB Stuttgart EnBW bis zu 6,0
Eintracht Frankfurt Fraport ca. 5,0
Hamburger SV Fly Emirates ca. 5,0
Borussia Mönchengladbach Kyocera ca. 4,5
1. FC Köln REWE-Group ca. 3,5
Hannover 96 TUI ca. 3,0
VfL Bochum kik ca. 2,5
1899 Hoffenheim TV-Digital ca. 2,5
Karlsruher SC EnBW ca. 1,65
Arminia Bielefeld Krombacher ca. 1,5
Energie Cottbus enviaM ca. 1,0

Interessant ist hierbei, das keiner der Aufsteiger unter den letzten drei zu finden ist. Traditionsvereine wie Gladbach und Köln sind natürlich aufgrund der großen Fanbasis gefragt. Das Neuling Hoffenheim aber auf Anhieb mehr Einnahmen erzielt als Karlsruhe, Bielefeld und Cottbus, ist aber schon seltsam. Ansonsten sticht noch Wolfsburg heraus, die von VW Zahlungen in Bayern-Dimensionen erhalten. Schauen wir mal was es bringt.

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